In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Cham
Gammel Engineering - Planung & Realisierung
Durchführung der Bauarbeiten

Die Technik unseres Hackschnitzel-Heizkraftwerks

Das Werk ist so ausgeführt, dass die durch Verbrennen von Hackschnitzeln erhaltene Wärme soweit technisch sinnvoll möglich verwertet wird. Die folgende Darstellung ist nur schematisch und schildert nicht jede Einzelheit, die das Heizkraftwerk effizienter und sicherer macht.

Wir führen interessierte Besucher aus allen Bevölkerungsschichten, Vereinigungen, Verbänden und Schulen gerne durch unsere Anlage, damit sie sich selbst ein Bild machen können.

 

Bitte melden Sie sich bei den Stadtwerken Cham an unter Tel. (09971) 8507-0

Funktionsschema

Die Hackschnitzellogistik

Für die pünktliche Belieferung des Biomasse-Heizkraftwerks mit Brennstoff sorgen zuverlässige Vertragspartner. Das Brennmaterial wird mit durchschnittlich Sattelschleppern angeliefert und direkt in den Hackschnitzelbunker entladen.

Dort fördert ein Schubboden kombiniert mit einem Querföderer und einem Stoker den Brennstoff durch eine Schleuse in den Brennraum.

 

 

Die Feuerung

Die Hackschnitzel werden auf den oberen Teil eines schräg liegenden Vorschubrostes aufgebracht. Durch Bewegung des Rostes wandern sie langsam nach unten, wobei sie zuerst getrocknet und dann entgast werden. Als letztes verglüht die entstandene Holzkohle und die verbleibende Asche wird ausgetragen. Die entstehenden brennbaren Gase werden durch zustäztliche Luftzufuhr vollständig verbrannt. Durch sorgfältige Führung der Verbrennung bleiben mit Ausnahme von Asche praktisch keine Schadstoffe im Rauchgas. Das Rauchgas erreicht eine Temperatur von etwa 1000 °C. Die Feuerungswärmeleistung liegt bei 16 Megawatt.

Die Dampferzeugung

Mittels eines auf die Feuerung aufgesetzen Verdampfers mit Überhitzer wird überhitzter Wasserdampf erzeugt. Er erreicht  einen Druck von 65 bar.

Die Dampfturbine

Der Dampf wird in die erste Stufe einer zweistufigen Entnahmeturbine geleitet. Dort gibt er Energie ab und erzeugt durch einen mit der Turbine verbundenen Generator Strom. Nach der Turbine hat der Dampf noch einen Druck von 10 bar. Hier wird der Prozessdampf für Goldsteig ausgekoppelt und in die benachbarte Käserei geleitet.

Der von Goldsteig nicht benötigte Dampf tritt in die zweite Stufe der Dampfturbine ein und wird bis zu einem Druck von 1,2 bar abgearbeitet.

Der Stromgenerator bringt eine Leistung von maximal 2,8 Megawatt. Wegen der Dampfentnahme liegt seine tatsächliche Leistung bei 1,5 bis 1,6 Megawatt.

Die Reservekessel

Um seltenen Spitzenbedarf abzudecken stehen noch zwei mit Heizöl bzw. Erdgas betriebene Heizkessel zur verfügung. Sie dienen auch als Ersatz bei Revisionen der Hackschnitzelfeuerung.

Die Warmwasserbereitung

Der aus der zweiten Stufe der Dampfturbine strömende Dampf wird mit Hilfe von Wasser gekühlt und kondensiert.

Dieses dann 90 °C warme Wasser wird ins Fernwärmenetz geleitet. Ebenfalls wird das Kühlwasser des Vorschubrostes als Energiequelle  für die Fernwärme genutzt.

Die Rauchgasreinigung und Ascheentsorgung

Feine Asche wird aus dem Rauchgasstrom mit Hilfe eines Multizyklons entfernt. Verbleibende Flugasche wird mit einem Gewebefilter entfernt. Die Rostasche wird nass ausgetragen und deponiert. Sie kann als Zusatz zu Komposterde verwendet werden.

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